Das Kamel

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»Mein Programm ist darauf ausgerichtet, die Stützung und Kräftigung des nationalen Rückgrats herbeizuführen.« Mit diesen Worten eröffnete das Kamel seine erste Pressekonferenz nach seiner Ernennung zum Verkehrsminister und reckte den Höcker stolz empor. »Wer mich kennt, meine Damen und Herren, weiß, dass ich ein Kamel der Taten bin und nicht der Worte. Daher bin ich fest entschlossen, innerhalb von zwei Monaten sämtliche Wüsten der Region in grünende Felder und blühende Rosengärten zu verwandeln. Um dies zu erreichen, werden alle Sandschichten abgetragen und mit Schubkarren weggeschafft. Die erforderlichen Süßwassermengen werden mittels einer Luftbrücke eingeflogen, Oasen werden in der erforderlichen Zeit errichtet, mit Regierungsdekret wird gutes Wetter verfügt, gleichzeitig die Inflation gestoppt und der Export um das Sechsfache gesteigert. Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass die Verwirklichung meines Programms kein leichtes Unterfangen sein wird, aber ich möchte meiner Überzeugung Ausdruck verleihen, dass wir alle dies mit Beharrlichkeit, Hingabe, Sorgfalt, Fleiß, Planung, Umsicht, Glaube, Liebe und Hoffnung durchaus bewältigen können. Irgendwelche Fragen?«

»Ja, Exzellenz«, meldete sich ein junger Reporter, »werden Sie es auch zustande bringen, durch ein Nadelöhr zu schlüpfen?«

»Daran zweifle ich nicht einen Augenblick.« 

»Und wenn Ihr Höcker im Nadelöhr stecken bleiben sollte?« 

»Was für ein Höcker?«